Die Geschichte des SV "Roland" Eisenbach

 

Der Schützenverein "Roland" e.V. Eisenbach wurde 1927 im damaligen Gasthaus Wilhelm Steinebach gegründet.

Als Gründer sind Sigmund Aumann, Franz Becker, Anton Böcher, Heinrich Erwe, Albert Falkenbach, Alfons Gattinger, Heinrich Kaiser, Franz Reichwein, Franz-August Reichwein, Josef Reichwein, Peter Reichwein, Alfons Steinebach und Peter Stickel zu nennen. Zum ersten Vorstand des Vereins gehörten Franz Reichwein, Franz-August Reichwein, Peter Reichwein und Peter Stickel.

Schießsportliche Betätigungen wurden anfangs, da eine Schießsportanlage fehlte, im Vereinslokal ausgeübt. Man beschränkte sich zunächst auf das Luftgewehrschießen mit Bolzen und Bleikugeln. Preisschießen mit wertvollen Preisen wurden öfter durchgeführt. Mit dem Erlös wurden weitere Gewehre erworben und Rücklagen für die Errichtung einer Kleinkaliberschießanlage geschaffen. Das Interesse am Schießen und die Vereinstätigkeit wuchsen schnell, und deshalb begann man bald mit der Errichtung einer Schießsportanlage. Die Gemeinde stellte das erforderliche Gelände an der Steinkauth zur Verfügung. In Gemeinschaftsarbeit konnte dort die Schießsportanlage im Jahre 1929 fertiggestellt werden.

Der Schießsport entfaltete sich immer mehr. Viele Jugendliche wurden Mitglieder des Vereins und bald konnta an den Schießwettkämpfen in allen Klassen teilgenommen werden. Die erste Beteiligung fand statt beim Kreismeisterschaftsschießen in Zollhaus am 21.07.1929.

Der Ausbruch des zweiten Weltkrieges bereitete der Aufwärtsentwicklung und den Erfolgen des Vereins ein vorläufiges Ende.

Nach Kriegsende 1945 wurde dem Verein die schöne Schießsportanlage genommen. In den ersten Jahren nach dem Krieg war der Schießsport verachtet und verboten. Doch diese Zeit wurde überwunden, und die Vernunft und der Sportgeist siegten. Im Jahre 1952 durfte der Schießsport wieder betrieben werden. Der Wille zum Wiederaufbau war bei den Mitgliedern des Vereins stark genug, und so wurde neu begonnen. Beim Vereinslokal wurde eine offene Halle mit 4 Luftgewehrständen errichtet.

In den kommenden Jahre war man bestrebt, eine größere Schießsportanlage zu errichten. Die damals durchgeführte Flurbereinigung gab die Möglichkeit, das heute dem Verein gehörende Gelände im Jahre 1960 zu erwerben. Als Bau- und Finanzierungspläne erstellt waren, konnte im Jahre 1961 mit dem Bau begonnen werden. Die von der Kreisverwaltung und von der Landesregierung gewährten Zuschüsse blieben weit hinter den Erwartungen zurück. Durch Mitgliederdarlehen wurde die Lücke in der Finanzierung geschlossen. Die Arbeiten wurden zügig fortgeführt, und im Jahre 1963 nahm Herr Pfarrer Trojan die kirchliche Einweihung vor. 1964 war alles so weit fertiggestellt, daß die Anlage voll in Betrieb genommen werden konnte. Mitten im Fichtenwald gelegen macht sie einen repräsentativen Eindruck und zeugt von großem Idealismus und Fleiß der Schützenbrüder.
Auch in den Jahren 1973 bis 1976 wurden wieder nennenswerte bauliche Maßnahmen durchgeführt. Die Scheibenzuganlage für das Luftgewehrschießen befand sich im Freien, und je nach Witterung boten sich ungleiche Schießbedingungen. Um dieses abzustellen, bauten die Schützen einen Mehrzweckraum von etwas 100 qm Größe, in dem jetzt das Luftgewehrschießen unter gleichen Bedingungen für alle stattfindet.

Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre war der „SV Roland" bestrebt, das Angebot im Pistolenbereich zu erweitern. Erste Überlegungen zum Neubau einer zeitgemäßen Kurzwaffenanlage kamen auf und wurden im Verein intensivst beraten. Das Planungsteam Peter Erwe, Werner und Gerd Reichwein konnten die Planungs- und Finanzhindernisse ausräumen, so dass im Mai 1990 der Bauantrag eingereicht werden konnte. An dieser Stelle soll insbesondere dem damaligen Vorsitzenden Peter Erwe für seine mutige Entscheidungsfreude und Werner Reichwein für sein planerisches Wirken im Hintergrund gedankt werden.

Der Bau des Pistolenstandes von Ende 1990 bis Mitte 1993 beanspruchte in diesem Zeitraum die gesamten Kräfte des Vereins. Das Bauvolumen betrug insgesamt 60.000 DM. Am Ende entstand eine Anlage, die auch heute noch zu den modernsten im Kreisgebiet zählt. Die Ausstattung dieses Standes ist sowohl unter technischen als auch ökologischen Gesichtspunkten vorbildlich. Gleichzeitig führte die Erweiterung des Angebots im Kurzwaffenbereich zu einer Steigerung der Aktivenzahl. die Pistolenmannschaften zählen heute zu den wesentlichen Aktivposten des Vereins.

Der Schützenverein „Roland 1927 e.V." Eisenbach darf mit Stolz und Zufriedenheit auf die schießsportlichen Erfolge in seinem 75jährigen Bestehen zurück blicken. Gleichzeitig sollen diese Leistungen Motivation und Ansporn für Trainingsfleiß und Engagement im Verein sein. Dank und Anerkennung gebührt auch allen Vereinsmitgliedern, die sich bei baulichen Maßnahmen, der Pflege der Anlage oder allgemein in der Vereinsarbeit beteiligen. Mögen dem Schützenverein auch weiterhin viel Erfolg im Sport und ein geselliges Vereinsleben beschieden sein.

 

Quelle: Festbuch zum 75jährigen Jubiläum des SV "Roland"