Bericht der Kreismeisterschaft 2012

Eisenbacher Frauen-Power

Kreismeisterschaft der Limburger Schützen: „Altmeister“ Ulrich Pittner hat noch nichts verlernt

Mit dem 9. Wettkampftag fanden die Kreismeisterschaften der Schützen ihren Abschluss. Die Bilanz, die Leistungen betreffend, fällt durchaus positiv aus. Allerdings dürfte ein Trend, der seit Jahren zu beobachten ist, die Verantwortlichen nachdenklich stimmen: Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der Starts um 42 auf 511.

Von Theo Jeuck

Limburg. Ein Trio mit Perspektiven: Die leistungsstarke Eisenbacher Mannschaft in der Disziplin 60 Schuss liegend mit Andrea Trost, Melanie Candy Mittelstädt und Kerstin Eckrich (von links). Fotos: Jeuck Den größten Aderlass erfuhr die Schützenklasse mit einem Minus von 38, gefolgt von der Altersklasse mit einem um 28 verringerten Starterfeld. Rückläufig ist die Zahl der Schüler, die um sieben auf neun schrumpfte. Bei den Schülerinnen war keine Meldung mehr erfolgt. Hier heißt es, wachsam zu bleiben und Nachwuchs an den Schießsport heranzuführen, damit in der Alterspyramide keine Lücke entsteht. Es wäre auch falsch, sich auf den herausragenden Leistungen einiger hoffnungsvoller Nachwuchsschützen auszuruhen. Besondere Anstrengungen erfordert das Rekrutieren von weiblichem Nachwuchs, wo derzeit schon eine Lücke klafft.

Dieses Mal bereitete das Wetter auch den Sportgewehrschützen keine Probleme mehr. So konnte das verlegte 60-Schuss-Liegendschießen mit Verspätung doch noch regulär absolviert werden. In der Schützenklasse hielt Manfred Kern (Eisenbach) mit 565 Ringen das Thalheimer Trio mit Matthias Gräf (562), Tom Flick (537) und Andreas Weber (517) in Schach. Die Thalheimer trösteten sich mit ihren 1616 und dem Mannschaftstitel.

Eileen Bertoldo setzt Zeichen

Einer der eifrigsten Starter: Ralf Kühr (Dietkirchen), der sich zum Abschluss der Meisterschaften mit dem Einzel- und Mannschaftstitel in der Altersklasse belohnte.Für den Höhepunkt sorgten die Damen aus Eisenbach. Melanie Candy Mittelstädt holte sich die Einzelmeisterschaft mit 585 vor Andrea Trost (580) und Kerstin Wecker (574). Das Mannschaftsresultat von 1739 Ringen hätte im vergangenen Jahr zum Erringen des Hessischen Meistertitels ausgereicht. Bei der männlichen Jugend setzte sich Kevin Reinhard mit 528 deutlich von Willi Pfaffengut (beide Hadamar) mit 455 ab. Eileen Bertoldo (Kirberg), deren Leistungen sich allmählich steigern, übertrumpfte bei der weiblichen Jugend ihre männliche Konkurrenz mit 542. In der Herren-Alterklasse konnte Rainer Bendermacher (Dietkirchen) seinen Titel nicht verteidigen. Mit 656 musste er Bernhard Hilb (Hadamar) mit 572 den Vortritt lassen. 3. Karl-Heinz Rohde (Hadamar) 553, 4. Uwe Diehl (Hadamar) 545. Mit 1670 Ringen ging auch die Mannschaftsmeisterschaft an die drei Starter aus der Fürstenstadt.

Altmeister Ulrich Pittner (Kirberg), der bisher seiner Form hinterherhinkte, holte sich beim letzten Einsatz bei diesen Meisterschaften doch noch seinen Titel. Mit 577 setzte er sich deutlich vor Klaus-Jürgen Faust (Kirberg) mit 562 und Heinz Wunsch (Dietkirchen) mit 511.

Das Starterfeld mit der Zentralfeuerpistole, Kaliber .32 bis .38, wird auch immer kleiner, da sich die meisten Sportschützen zu den Großkaliber-Kurzwaffen hingezogen fühlen. Geschossen werden hier drei Serien zu fünf Schüssen in je fünf Minuten auf die Normalscheibe und drei Serien zu je fünf Schüssen auf die Duellscheibe, auf der die Ringdurchmesser etwas größer sind. Hier erfolgt die Schussabgabe in drei Sekunden, dazwischen eine Pause von je sieben Sekunden.

In offener Klasse, es gibt keine Unterteilung nach Alter oder Geschlecht sicherte sich Thomas Leber (Kirberg) die Meisterwürde mit 266 vor Ralf Kühr (Dietkirchen) mit 261. 3. Dieter Thomas (Niederhadamar) 256, 4. Bernhard Heibel (Niederhadamar) 252, 5. Dumitru Tica (Dietkirchen) 243, 6. Thomas Wild (Oberbrechen) 240, 7. Markus Speth (Niederhadamar) 225. Der Mannschaftssieg ging an Niederhadamar mit 733 (Markus Speth 225, Bernhard Heibel 252, Dieter Thomas 256).